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12/1950 Vorserienlok TRIX 20/60 E 94 007 (klein) für die Schweiz von 1950/51 mit Fallhakenkupplung und Sommerfeldt-Vorserien-Pantographen
​Trix Spielwarenfabrik, Nürnberg
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Trix, das sich mit seinem Zweizugbetrieb von jeher viele Freunde erworben hatte, bringt nun eine Reihe von Güterwagen, die auch den höchsten Ansprüchen eines Modellbauers gerecht werden. Aus der Reihe der 4-Achserwagen, die dieses Jahr zum ersten Mal in den Verkauf kommen, zeigt uns der Katalog einen Schienenwagen mit Rungen, einen gedeckten Güterwagen und den Einheits-Kesselwagen in Ausführung Shell, BP, Esso, BV-Aral und Gasolin.
Als ganz besondere unerwartete Überraschung konnten wir ein erstes Fabrikationsmuster einer neuen Modell-Elektrolok mit der Achsfolge CC, Nachbildung der E 93 der Deutschen Bundesbahn, bestaunen, das nun wirklich bis ins letzte Detail ein ausgesprochenes Modell ist und zu dem wir der Erstellerin nur gratulieren können.

12/1950 Vorserienlok TRIX 20/60 E 94 007 (klein) für die Schweiz von 1950/51 mit Fallhakenkupplung und Sommerfeldt-Vorserien-Pantographen
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Besonderheiten (Teil 1) der Vorserienlok TRIX 20/60:
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Sommerfeldt-Vorserien-Pantographen


Links: Katalogbild Sommerfeld von1951 Rechts: Sommerfeldt-Vorserien-Pantograph
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Sommerfeldt-Vorserien-Pantograph
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Diese Stromabnehmer waren nicht geschraubt:
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Ein Draht führte durch die seitlichen Isolatoren und wurde durch je zwei Löcher ins Dach geführt
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Der Draht wurde zur Fixierung einfach umgebogen
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Besonderheiten (Teil 2) der Vorserienlok TRIX 20/60:
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E 94 007 (klein)
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zierliche Fallhakenkupplung

12/1950 Vorserienlok TRIX 20/60
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E 94 007 (klein)
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Fallhakenkupplung
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03/1951 Erstes Inserat für TRIX 20/60 von Franz Carl Weber Schweiz

03/1951 Erstes Inserat für TRIX 20/60 von Franz Carl Weber Schweiz (FCW)
Das Inserat-Bild zeigt erstmals die Vorserienlok TRIX 20/60 E 94 007 (klein) für die Schweiz von 1950/51 mit Fallhakenkupplung und Sommerfeldt-Vorserien-Pantographen, dazu die Supermodell-Güterwagen.
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Vorserienlok TRIX 20/60 E 94 007 für die Schweiz

12/1950 Vorserienlok TRIX 20/60 E 94 007 (klein) für die Schweiz von 1950/51 mit Fallhakenkupplung und Sommerfeldt-Vorserien-Pantographen
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04/1951 Drittes Inserat für TRIX 20/60 von Otto Troendle, Zürich
TRIX 20/60 Automatik Wechselstrom zusätzlich lieferbar mit abgedrehten Spurkränzen nach NMRA Normen

Das Inserat-Bild zeigt ein Foto der
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Vorserienlok TRIX 20/60 E 94 007 (klein) für die Schweiz von 1950/51
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mit Fallhakenkupplung und
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Sommerfeldt-Vorserien-Pantographen
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Inserat-Bild der Vorserienlok TRIX 20/60 E 94 007 für die Schweiz​:
Inserat-Bild der Vorserienlok TRIX 20/60 E 94 007 für die Schweiz


12/1950 Vorserienlok TRIX 20/60 E 94 007 (klein) für die Schweiz von 1950/51 mit Fallhakenkupplung und Sommerfeldt-Vorserien-Pantographen in S/W

12/1950 Vorserienlok TRIX 20/60 E 94 007 (klein) für die Schweiz von 1950/51 mit Fallhakenkupplung und Sommerfeldt-Vorserien-Pantographen
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Spezialität: Sommerfeldt-Versuchs-Pantografen
Die im dritten Inserat 04/1951 von Troendle abgebildete Güterzuglok E 94 hat Sommerfeldt-Versuchs-Pantografen:
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Diese Stromabnehmer waren nicht geschraubt
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Ein Draht führte durch die seitlichen Isolatoren und wurde durch je 2 Löcher ins Dach geführt
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Der Draht wurde zur Fixierung einfach umgebogen - dieses Befestigungs-Prinzip übernahm FLEISCHMANN Ende 1950-er Jahre
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Aber: Dieses Inserat erwähnt auch eine TRIX 20/60 Automatik Wechselstrom nach NMRA Norm-2-Leiter:
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​Im Inserat 04/1951 von Troendle wird in Aussicht gestellt, dass die Spurkränze abgedreht werden. Bekannt ist aber kein einziges Exemplar mit abgedrehten Spurkränzen.
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Meine Vermutung
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TRIX hat - wie immer wieder - eine Ankündigung gemacht, welche erst später realisiert werden konnte.
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Es war sicher geplant, die TRIX 20/60 auch in NMRA-Ausführung zu bringen, aber bei der TRIX 20/60 waren einige Anpassungen und Verbesserungen dringender:
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Die Fallhakenkupplung bewährte sich nur eingeschränkt, also wurde sie durch die funktionierende Rollhakenkupplung ersetzt.
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Die Vorbildnummer E 94 007 (klein) änderte auf E9 4 007 (gross), was eine Neugestaltung der Vorbauten nach sich zog.
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Der montagetechnisch geeignetere Sommerfeldt 2-Schrauben-Pantograph kam neu zum Einbau.
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So machte es für TRIX Sinn, mit einer Ausführung in NMRA noch zuzuwarten.
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Exkurs
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03/1953 TRIX 20/60 E9 4 007 NMRA Wechselstrom Automatik
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Die TRIX 20/60 E9 4 007 NMRA Wechselstrom Automatik wird im TRIX Katalog 1952 und der dazugehörenden Preisliste aufgeführt, also erst 03/1952.
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Bei der TRIX 20/60 E9 4 007 NMRA Wechselstrom Automatik werden die TRIX EXPRESS Räder ersetzt durch NMRA-Räder, welche von Heller stammen.
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Zu den Heller NMRA-Rädern:
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Sehr zierliche Machart, 13 Speichen statt 9 Speichen pro Rad

Rote Holzbox mit Serien-Lok TRIX 20/60 E9 4 007 (gross)
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Erste Erwähnung der Roten Holzbox zur TRIX 20/60 E9 4 007
12/1951 Eisenbahn Amateur (Schweiz)
Trix AG., Vereinigte Spielwarenfabriken G. m. b. H., Nürnberg
Das zum Begriff gewordene Trix-Zweizugsystem, das gerade diesem Fabrikat viele Freunde brachte, ist nun durch eine Oberleitung (die allerdings nach dem Katalog erst im Frühjahr erscheint) zum D r e i z u g b e t r i e b erweitert worden. Die im letzten Jahr entstandene Neuschöpfung, die mit Recht viel bestaunte E 94. wird nun in einem Sammet-gefütterten Etui geliefert, welches für ein so schönes Modell den würdigen Aufbewahrungsort bietet. Wenn man bedenkt, wie oft Modell-Lokomotiven und Wagen in ihre Schachteln versorgt werden und wie bald diese aus Altersschwäche zusammenbrechen, so ist diese Entwicklung zu befürworten, so unbedeutend sie auch erscheinen mag. Die automatische Kupplung, welche alle grösseren Trix-Modelle aufweisen, ist im Betrieb ein Vorteil, der besonders geschätzt wird, und der viel dazu beiträgt, „störende Hände“ aus der Modellanlage zu entfernen.
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Die Rote Holzbox kam 12/1951
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TRIX fertigte dann schon längst die Serien-Loks TRIX 20/60 E9 4 007 mit Rollhacken-Kupplung
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Edle TRIX-Lok in edler roter Holzkiste (Holzbox)
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War schon das TRIX 20/60 Krokodil E9 4 007 eine edle Lok, war es auch deren Verpackung.
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12/1951 Rote Holzbox mit TRIX 20/60 - 1. Serie mit Rollhacken-Kupplung Typ A mit Dachisolatoren hellbaun
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Die Rote Holzbox mit dem Aufdruck TRIX EXPRESS oben auf dem Deckel enthielt die Serien-Lok TRIX 20/60 E 9 4 007 (gross) mit Rollhaken-Kupplung:

12/1951 Rote Holzbox mit Serien-Lok TRIX 20/60 E9 4 007 (gross) Typ A
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Inhalt der Roten Holzbox: Serien-Lok TRIX 20/60 E9 4 007 (gross) Typ A

1951 Inhalt der Roten Holzbox: Serien-Lok TRIX 20/60 E9 4 007 (gross) Typ A, Dachisolatoren hellbraun
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Besonderheit: TRIX-Modellbahner hebt seine Vorserienlok TRIX 20/60 E 94 007 (klein) in einem Blauen Holz-Schmuck-Kästchen eines Zürcher Juweliers auf
Ein Schweizer Sammler besass eine
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12/1950 Vorserien TRIX 20/60 Franz Carl Weber,
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erworben vor Erscheinen der roten Holzbox
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Als 12/1951 die rote Holzbox erschien, wollte auch er für seine Lok eine edle Bleibe:
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Er bewahrte seine Vorserien-Lok (mit Fallhacken-Kupplung) in einem Blauen Holz-Schmuck-Kästchen eines Zürcher Juweliers auf
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Holz-Schmuck-Kästchen von Juvelier F. Spitzbarth-Grieb, Silberschmied, Zürich

12/1950 Vorserienlok TRIX 20/60 E 94 007 (klein) für die Schweiz, aufbewahrt in einem Holz-Schmuck-Kästchen

Das Holz-Schmuck-Kästchen stammt vom Juvelier F. Spitzbarth-Grieb
1947 Märklin-Krokodill CCS 800
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Märklin-Krokodil CCS 800 als Modellbahn-Vorbild:


1947 Märklin Krokodil CCS 800

1996 Wiederauflage als Märklin H0 36159 schweizer Krokodil der SBB in Braun
1947 Erfolgsmodell Märklin Krokodil CCS 800
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Märklin produzierte bereits seit 1947 sein Schweizer Krokodil CCS 800 und feierte mit diesem Spitzen-Modell einen grossen Verkaufserfolg
1950 TRIX entscheidet sich für das Deutsche Krokodil E 94 007
Der Erfolg von Märklin mit dem Schweizer Krokodil war vermutlich ausschlaggebend für den Entscheid von TRIX, das Deutsche Krokodil E 94 007 aufzulegen
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Zur Vorbildwahl
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1940-45 Das Vorbild der E 94 wurde in den Kriegsjahren 1940-45 für Deutschland und Österreich gebaut. Die E 94 galt im Jahre 1950 noch durchaus als modern
1954-56 beschafften die DB 43 Stück der E 94 nach

1940 DR E 94 007 Vorbildlok von TRIX 20/60 E94 007

1950 Handmuster TRIX 20/60 E 94 007 Automatik Wechselstrom
03/1950 TRIX Supermodell-Güterwagen
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Im März 1950 stellte TRIX an der 1. Deutschen Spielwarenmesse in Nürnberg neue 4-achsigen Super-Modell-Güterwagen vor: einen langen Schienen-Transport-Wagen Köln, einen langen gedeckten Güterwagen Bromberg und 4-achsige Einheits-Leicht-Kesselwagen «ELK» in den Ausführungen BP, SHELL, ESSO, BV ARAL und GASOLIN
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Zu dieser Serie passte perfekt die Elektro-Lokomotive E 94 als Spitzenprodukt mit "Super-Automatik", konkret mit fernsteuerbaren Kupplungen an beiden Enden
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Bereits an Weihnachten 1950 kündete in der Schweiz Franz Carl Weber diese Lok an - Vorserie
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Ab 1951 wurde die Trix 20/60 auch in Deutschland angeboten
Die Pantographen für Oberleitung waren funktionsfähig: Ab sofort war auf TRIX EXPRESS-Gleisen ein Dreizugbetrieb möglich
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1950 TRIX hatte mit den neuen Supermodellen technologisch die Nase vorn

Handmuster TRIX EXPRESS:
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Einheits-Leicht-Kesselwagen ELK
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TRIX 20/60 Güterzug-Ellok E94 007
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Schienen-Transport-Wagen Köln
1950 Handmuster TRIX 20/60 E 94 007

1950 Handmuster der TRIX 20/60 E 94 007

Handmuster TRIX 20/60 E 94 007: Man sieht die Linien des Reiss-Werkzeuges auf den Messing-Flächen im Lok-Mittelteil

Die hintere Drehgestell-Blende links ist detailliert, rechts vorne und auf der Gegenseite sind die Drehgestell-Blenden nicht ausgeführt
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Besonderheiten Handmuster TRIX 20/60 E 94 007:
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Drehgestell-Blenden: Eine detailliert ausgeführt, drei nur angedeutet
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Räder Drehgestell links: Messing, Drehgestell rechts: Guss
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​Vorbauten: Unterschiedliche Gestaltung
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Keine Stromabnehmer, nur Befestigungspunkte
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Machart TRIX 20/60 E 94 007
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Die Machart des Kesselwagens ELK und Schienenwagens Köln wiederholt sich:
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Es gibt eine ausgeführte Drehgestell-Blende und drei nur angedeutete, nicht ausgeführte
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Am Drehgestell links sind die Räder aus Messing
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Am Drehgestell rechts sind die Räder bereits gegossen.
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Die beiden Vorbauten sind verschieden ausgestaltet - rechts bereits Annäherung an Vorserie
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Das Führerstands-Fenster ist nur links ausgefräst
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Das Handmuster hat keine Stromabnehmer. Vermutlich war vorgesehen, die Pantos anzubringen mit beidseitig geschraubten Stiften.
Speziell: Antrieb mittels Stahl-Federn statt Kardanwellen
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Die Antriebe zwischen Gehäuse und Vorbauten bestanden aus Stahl-Federn anstelle von Kardanwellen. Diese Antriebs-Form lässt sich in einer Grossserie kaum einbauen, sie ist auch wenig stabil:

Antriebswelle mit Schlitz für Stahl-Federantrieb
Speziell: Verwendung der Fallhaken-Kupplung analog der 20/56-Automatik-Tender-Dampflok
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Eine Spezialität der Vorserien-Loks (Handmuster Messing, Vorserie für Franz Carl Weber) ist die von der TRIX 20/56-Automatik-Tender-Dampflok übernommene weiterentwickelte Fallhaken-Kupplung:

Fallhaken-Kupplung - verwendet bei Vorserie Franz Carl Weber Schweiz
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Funktionsweise der Fallhaken-Kupplung
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Entkuppelt wird durch Absenken des Kupplungs-Haken:

Zustand gekuppelt

Zustand entkuppelt
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Das Entkuppeln mit Fallhaken-Kupplung funktioniert, aber....
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Aber sobald der Bügel der Wagenkupplung Druck auf den Fallhaken der Lok ausübt (minimalste Steigungen oder Kurven), ist es aus mit der Herrlichkeit: Das Entkuppeln mittels Schwerkraft versagt. So sah sich TRIX gezwungen, bereits bei den letzten Vorserien-Loks für Franz Carl Weber Schweiz eine andere Lösung einzuführen, nämlich die Rollhaken-Kupplung.
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Funktionsweise der Rollhakenkupplung
Kurz nach Auslieferungsbeginn der Vorserien-Loks entwickelte TRIX eine neue automatische Rollhakenkupplung. Dabei ist der Kupplungskopf drehbar ausgeführt und wird mittels eines Halteblechs mit Federzug in der gekuppelten Stellung festgehalten. Das Halteblech (*) wird beim Entkuppeln nach hinten gezogen und der Kupplungskopf ist nun frei beweglich. Wegen dem Druck des Wagen-Kupplungs-Bügels kann der gelöste Lok-Haken abrollen und den Wagen freigeben.

Kupplungskopf durch Halteblech (*) festgehalten

Kuppungskopf rollt frei

Zustand gekuppelt

Rollhaken ist gelöst, dreht nach links

Rollhaken dreht weiter bis zum Ausklinken

Rollhaken fällt nach dem Entkuppeln zurück in die Ausgangs-Position
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Vorbauten TRIX 20/60 E 94 007
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Bei Vorserie E 94 007 in kleinen Buchstaben
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Bei Serie E9 4 007 in grossen Buchstaben.
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Die Loknummer entspricht dem Vorbild
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Die TRIX 20/60 ist das weltweit das erste H0-Modell mit einer dem Vorbild entsprechenden Nummern.
Bei der Vorserie für Franz Carl Weber Schweiz befindet sich auf den Vorbauten
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je die Lok-Nummer E 94 007 in kleinen Buchstaben.

Links E 94 007 klein Vorserie Franz Carl Weber und rechts E9 4 007 gross aus der Serie.
Fallhaken-Kupplung links, Rollhaken-Kupplung rechts

Die beiden Front-Klappen sind links E 94 007 klein Vorserie Franz Carl Weber höher als
rechts E9 4 007 gross aus der Serie, auch die Lampenhöhen unterscheiden sich
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Exkurs
Bei den letzten Vorserien-Stücken für Franz Carl Weber Schweiz wurden bereits die neuen Rollhaken-Kupplungen eingebaut.
Diese Loks haben
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auf der einen Seite Hebe-Kupplung Vorbauten mit kleinem E 94 007
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auf der anderen Seite Rollhaken bereits Vorbauten mit grossem E9 4 007.
1950 Versuchsträger E 94 007 von Franz Carl Weber Schweiz

1950 Versuchsträger E 94 aus dem Fundus von Franz Carl Weber Schweiz mit Lokgehäuse aus Messing-Blech. Interessant Sommerfeldt-Vorserien-Pantografen: Der Pantograf links ist vernickelt, der Pantograf rechts nicht.
Eine Besonderheit bietet der Versuchsträger von Franz Carl Weber Schweiz: Das Lokgehäuse ist aus Messing-Blech in einem vergrösserten Breiten-Massstab (Gehäuse etwa 2-2.5 mm breiter). Die übrigen Teile, also die Vorbauten sowie die technische Auslegung entspricht bereits den Modellen aus der Vorserie für Franz Carl Weber Schweiz. Interessant ist auch die Verwendung des Vorserien-Pantografen von Sommerfeld. Ich vermute, dass es sich um einen Versuchsträger für die Verkabelung handelt. Die Kabel waren noch nicht optimal verlegt und getrimmt. So konnte man dank dem grösseren Gehäuse Fahrversuche mit verschiedenen Verkabelungs-Varianten machen und die "Automatik" testen.
Warum gelangte diese Lok zu Franz Carl Weber Schweiz?
Franz Carl Weber (FCW) war der grösste Modellbahn-Anbieter in der kaufkräftigen Schweiz.
TRIX lieferte immer die ersten Serien der
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TRIX 20/60 E 94 007
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TRIX 761 E 10 003 und
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TRIX 762 BLS Ae 4/4
exklusiv an FCW Franz Carl Weber Schweiz.
Aber TRIX gelang es nie, versprochene Fristen (Weihnachtsgeschäft, Einhaltung von Ankündigungen in Inseraten) einzuhalten. Deshalb sandte man vermutlich dieses Testmodell in die Schweiz, nachdem bei FCW niemand mehr an eine Realisierung des TRIX-Modells der E 94 glaubte: Dies, um zu belegen, dass das spannende 20/60-Modell bald greifbar wird!
Das geöffnete Chassis dieser Lok ist abgebildet im gelben Buch Die anderen Nürnberger Band 6: TRIX:

1950 Chassis von Versuchsträger E 94 007 klein Vorserie Franz Carl Weber aus gelbem Buch Die anderen Nürnberger Band 6: TRIX mit links Seite Fallhakenkupplung

1950 Chassis von Versuchsträger E 94 007 klein Vorserie Franz Carl Weber aus gelbem Buch Die anderen Nürnberger Band 6: TRIX mit links Seite Hebekupplung - heute von mir wieder ergänzt
12/1950 Vorserienlok TRIX 20/60 E 94 007 für Franz Carl Weber Schweiz

Vorserienlok E 94 007 Franz Carl Weber Schweiz mit Sommerfeldt-Versuchs-Pantografen

Vorserienlok E 94 007 Franz Carl Weber Schweiz mit Sommerfeldt-Versuchs-Pantografen

Katalogbild aus dem Weihnachtskatalog 1950 von Franz Carl Weber
Die ersten Vorserienloks für FCW Schweiz hatten Sommerfeldt Versuchs-Pantografen.
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TRIX 20/60 Sommerfeldt Pantographen
TRIX griff auf die Versuchs-Pantografen von Sommerfeldt zurück, da der TRIX 2-Schrauben-Pantograph (vermutlich auch von Sommerfeldt zugeliefert), noch nicht fertig war.


Links: Sommerfeldt-Vorserien-Pantograph Rechts: TRIX 2-Schrauben-Serienpanto
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TRIX 20/60 Pantographen
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Sommerfeldt-Vorserien-Pantograph
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TRIX Sommerfeldt 2-Schrauben-Serienpanto
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Sommerfeldt-Vorserien-Pantograph
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Diese Stromabnehmer waren nicht geschraubt. Ein Draht führte durch die seitlichen Isolatoren und wurde durch je zwei Löcher ins Dach geführt. Der Draht wurde zur Fixierung einfach umgebogen.
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TRIX Sommerfeldt 2-Schrauben-Serienpanto
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Mit zwei Schrauben links und rechts der Hubfeder Mitte ist der Panto im Dach verschraubt.
1951 Serien-Lok TRIX 20/60 E9 4 007 Typ A
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mit Dachisolatoren hellbraun
Ab 1951 wird das TRIX 20/60-Krokodil E9 4 007 als Serien-Lok ausgeliefert. Standard sind nun
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Rollhaken-Kupplung
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2-Schrauben-Pantografen
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Typ A: Motor mit Bürstenhalter durch Feder
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Typ A: Dachaufbau mit Isolatoren hellbraun

1951 Serienlok E9 4 007 Typ A mit Dachisolatoren hellbraun

1951 Serienlok E9 4 007 Typ A mit Dachisolatoren hellbraun eingefärbt: 2-Schrauben-Pantographen und Rollhaken-Kupplung



















