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DISTLER und TRIX: Firmen im Eigentum von Ernst Voelk, Fürth bei Nürnberg
DISTLER und TRIX: Firmen im Eigentum von Ernst Voelk, Fürth bei Nürnberg
1935/36 Arisierung 1: Ernst Voelk kauft DISTLER

Ernst Voelk, Eigentümer Johann Distler KG und TRIX
1935/36 Arisierung 1: Ernst Voelk kauft DISTLER
1935/36 Erwerb der Metallwarenfabrik Johann Distler KG - Die jüdischen Besitzer wurden gezwungen, die Firma Distler an Ernst Voelk zu verkaufen.
Exkurs: 1938 Erwerb/Übertragung der Firma Trix im Zuge der Arisierung
Person
Ernst Michael Voelk (auch Völk): 07.06.1896 Fürth - 18.08.1969 Locarno
war ein Fürther Unternehmer, Präsident der Nürnberger Handelskammer, Mitglied NSDAP und wurde dadurch Eigentümer:
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Ab 1935/36 Metallwarenfabrik Johann Distler KG
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Ab 1938 Modellbahnfabrikant Trix
Im Dritten Reich war Voelk Vorsitzender der Fachgruppe »Spielwaren, Sportartikel und Turngeräte« der Wirtschaftsgruppe Eisen- und Metallwarenindustrie, des Reichsverbandes Deutscher Spielwaren-industrieller und der Nürnberg-Fürther Spielwarenindustrie, ebenso der Vereinigung Bayerischer Spiel- und Metallwarenfabrikanten.
Zur Familie
Ernst Voelk war verheiratet mit Hedwig Wachter, geschiedene Kurz. Er hatte mit ihr einen Sohn und eine Tochter (Ursula). Seine Frau brachte zudem aus ihrer vorherigen Ehe einen Sohn mit in die Familie: Günther Kurz - Geschäftsleitung TRIX - Initiator Schiebetrix 1:180.
Ernst Voelk verbrachte den grössten Teil des Krieges und seinen Lebensabend in Brissago im Tessin in der Schweiz. In Locarno betrieb er mit seinem Partner Kuchler den weltweiten Exportvertrieb von Trix.
DISTLER Batteriebahn H0
Distler Batteriebahn in H0
1895 gründete Johann Distler in Nürnberg die Metallwarenfabrik Johann Distler KG. Bis zum 1. Weltkrieg wurden hauptsächlich Penny Toys hergestellt. Nach dem Krieg kamen dann auch Flugzeuge und mechanische Figuren ins Programm. 1936 wird die Firma Johann Distler durch Ernst Voelk übernommen, der im April 1938 auch noch die Firma Trix übernimmt. Die Produktionsprogramme der beiden Firmen weisen zwar Berührungspunkte aber keine Schnittstellen auf. Somit bleiben die Aufgaben inerhalb des Firmenverbundes auch nach der Übernahme wie folgt verteilt:
Während Distler hauptsächlich Blechfahrzeuge, Blechspielzeug sowie Sortimentseisenbahnen für Kaufhäuser und Versandhandel herstellte, produziert man bei Trix weiterhin die höherwertigen 00/H0-Eisenbahnen (später auch Spur N) und die Trix Metallbaukästen.
Ab 1957 erfolgte die Umstellung der Produktion von Distler Spur 0 Eisenbahnen zugunsten der Spur H0-Batteriebahn die mit 3 Volt Batteriestrom betrieben wurde.
Franz Carl Weber (Schweiz) und Jelmoli (Schweiz), zeigen noch im gleichen Jahr die ersten Distler H0 Züge in ihren Katalogen. Die deutschen Versandhäuser Quelle, Neckermann, Schöpflin zeigen Distlerbahnen ab 1959.
Zum verwendeten Gleismaterial gibt es in der Literatur unterschiedliche Angaben. K.P. Huschka schreibt es handelt sich um ein Pappschwellenband Gleis von Trix Express, wogegen Dieter Käßer schreibt es handele sich um Schienen die von der Firma Fleischmann zugekauft wurden.
1962 erfolgt dann die Einstellung der gesamten Produktion und der Verkauf der Werkzeuge nach Belgien wo einige Modelle wie der berühmte Distler Porsche aber auch einige H0-Modelle von Distlertoys weiter produziert werden.





